Vitamin-D - Praxis Dr. Nicolai Schreck

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Vitamin-D

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Wem fehlt Vitamin-D?


Nach Daten des Robert-Koch-Instituts (1) haben knapp 60% der untersuchten Deutschen zu niedrige Vitamin-D-Spiegel (25-OH-Cholecalciferol im Serum unter 50 nmol/l = 20 ng/ml). Vitamin-D kann nicht aussreichend über die Nahrung aufgenommen werden. Entgegen häufiger Behauptungen reicht auch die durch Sonnenlicht geförderte Bildung von Vitamin-D in der Haut nicht aus, um unseren eigentlichen Bedarf auch nur annähernd zu decken. Abgesehen davon ist es bei dem zunehmenden Hautkrebsrisiko durch Sonnenexposition keine gute Idee, zu ausgiebigen Sonnenbädern zu raten, um den Vitamin-D-Spiegel ein wenig zu erhöhen!
Patienten, die ihren Vitamin-D-Spiegel bei mir bestimmen lassen und keine Vitamin-D-Präparate einnehmen, liegen zu über 90% unter 30 ng/ml 25-OH-Vitamin-D, viele liegen sogar unter 20 ng/ml. Aktuelle Untersuchungen von Heaney (2) zeigen, daß Menschen mit Werten zwischen 50 und 90 ng/ml das geringsten Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen und die geringste Sterblichkeit. Bei Spiegeln unter 48 ng/ml ( 120 nnmol/l) zeigen sich regelmäßig zahlreiche Erkrankungen, die durch eine ausreichende Vitamin-D-Versorgung unter Umständen vermeidbar wären!

(1) [https://www.dge.de/fileadmin/public/doc/ws/stellungnahme/DGE-Stellungnahme-VitD-111220.pdf]

(2) [Current Opinion in Clinical Nutrition and Metabolic Care 2011, 14:440–444]


Wer sollte seinen Vitamin-D-Spiegel kennen? Wieviel Vitamin-D soll man denn nun nehmen?


Eigentlich sollte jeder, der nicht krank werden will, seinen Vitamin-D-Spiegel kennen. Besonders empfehle ich jedoch die Bestimmung des Spiegels bei den bisher mit Vitamin-D-Mangel in Zusammenhang gebrachten Erkrankungen und Symptomen und bei bestehenden Risiken hierzu.

Die Bestimmung kostet Sie inklusive Beratung, Probenentnahme, Befunderstellung und Therapieempfehlung ca. 50.-€ und ermöglicht eine für Sie individuell optimal angepaßte Vitamin-D-Versorgung.

Eine kompetente Beratung ist beim Auffüllen des Vitamin-D-Defizits unerläßlich. Von einer eigenständigen hochdosierten Vit.D-Einnahme (z.B. ohne die Ergänzung von K2 und transdermalem Magnesium) ist dringend abzuraten.

Am sinnvollsten ist die optimal auf Sie abgestimmte Vit.D-Substitution im Rahmen eines ganzheitlichen Therapiekonzeptes.
Hierzu berate ich Sie gern im Rahmen Ihrer ganzheitsmedizinischen Untersuchung oder Behandlung.

Übrigens: Jedem guten Tierfutter wird in Deutschland bereits seit Jahren Vitamin-D zugesetzt. Kein Tierzüchter kann es sich leisten, daß seine Tiere an Herzinfarkt, Diabetes, schweren Depressionen o.ä. erkranken. An kranken Tieren verdient (außer vielleicht dem Tierarzt) kaum jemand. Aber das Geschäft mit Pharmaka für Herzinfarkt-, Diabetes-, Depressionspatienten ist milliardenschwer! 

Sie sollten sich nicht schlechter als ihr Haustier behandeln!

Bisher nachgewiesene positive Wirkungen durch Beseitigung eines Vitamin-D-Mangels:


  • nach einer Cochrane-Metaanalyse sinkt die Gesamtsterblichkeit unter Vit.D-Supplementierung um 6% !
  • besseres Wachstum, weniger Erkrankungen bei allen Säuglingen, Kindern und Jugendlichen
  • weniger sog. "Wachstumsschmerzen"
  • Karies bei Kindern läßt sich durch Ausgleich des Vit.D-Mangels oft vermeiden [6]
  • oft völliges Verschwinden einer Osteoporose
  • Risikoreduktion bei erhöhtem Risiko für oder bei bereits bestehenden Herz-Kreislauferkrankungen (Koronare Herzerkrankung, Herzinfarkt, Schlaganfall) [1]
  • meß- und spürbare Verbesserung eines Asthma bronchiale [4]
  • Verbesserung bei allen depressiven Erkrankungen und depressiver Verstimmung (die "Winterdepression" ist meist nichts anderes als ein Vitamin-D-Mangel-Symptom!)
  • oft völlige Genesung bei "burn-out-Syndromen", auffallender Müdigkeit, körperlicher Schwäche, mangelnder Leistungsfähigkeit
  • bei Libidoverlust und Potenzstörungen
  • erhöhte Schwangerschaftsrate bei bestehendem Kinderwunsch
  • Schwangere (z.B. Senkung des Risikos für Typ1-Diabetes beim Kind um bis zu 80%!) [8]
  • nach einer Cochrane-Metaanalyse sinkt die krebsbedingte Sterblichkeit unter Vit.D-Supplementierung um 12% !
  • deutlich geringeres Risiko, an Brustkrebs zu erkranken (siehe auch Jod-Mangel)
  • bei erhöhtem Diabetesrisiko oder bestehendem Diabetes [2]
  • bei Morbus Crohn [5] u. anderen entzündlichen Darmerkrankungen
  • bei Rheumatischen Erkrankungen
    [3]
    , aber auch bei Arthrose und Gelenkschmerzen aller Art
  • bei Fersensporn
  • bei Diabetes Typ I [7]
  • bei Übergewicht
  • Rasche Besserung von Schlafstörungen [9]
  • deutlich geringere Geburtsschmerzen durch Ausgleich eines Vit.D-Mangels [10]
  • Rückbildung und Verhütung von Uterusmyomen [11], [12]
  • Liste wird nach aktuellem Kenntnistand fortgesetzt!

Alle warnen mich vor Überdosierung - ist da was dran?

Die, die am lautesten warnen, wissen auf mein Nachfragen immer erschreckend wenig über Vit.D. Hier einige Fakten zu Sicherheit:

Zum Thema Vit.D-Vergiftung oder Überdosierung finden sich 399 Einträge in PubMed. Zieht man die Arktikel aus der Veterinämedizin und labortechnische Themen ab, so bleiben einige Fallberichte zu Intoxikationen von Neugeborenen oder Säuglingen mit Vit.D-Dosen zwischen 200.000 und 4.500.000IE Vit.D (ohne Vit.K2 und Magnesium) und deren immer erfolgreiche Behandlung mit verschiedenen Medikamenten. Hierbei wird über Spiegel zwischen 160 und über 600 ng/ml berichtet, die anscheinend bisher alle überlebt wurden.
Gesunde Spiegel für Erwachsene liegen zwischen 70 und 100 ng/ml und die von mir empfohlenen Dosen zwischen 10.000 und maximal kurzfristig 100.000 IE und immer in Kombination mit Vit.K2 und Magnesium.

Toxizitätsstudien mit Dosierungen von Vitamin D2 (wird etwa zu 50% im Körper zu Vit.D3 umgewandelt) fanden übrigens in den Zwanziger Jahren in Deutschland statt. Es gelang auch mit mehreren Millionen Einheiten Vit.D2 über bis zu fünf Jahren nicht, einem Probanden ernsthaften Schaden zuzufügen.

Fragen Sie jeden, der Ihnen Angst vor dem Ausgleich eines Vit.D (und damit eines gefährlichen Hormonmangels) machen will, woher er sein Wissen bezieht. Sie können dann schnell unterscheiden, wer wirklich Erfahrung hat oder wer einfach nur dagegen ist, weil er es nicht besser weiß.

10.000 IE Vitamin D sind übrigens 250µg (das sind 250 tausendstel Milligramm). Das ist der Mengenbereich, in dem auch Schilddrüsenhormon bei einer Schildrüsenunterfunktion täglich millionfach eingenommen wird. - Interessanterweise wissen das über die Hälfte der von mir gefragten Vitamin-D-Kritiker nicht!

Der Klassiker unter den Verunsicherungen meiner Patienten durch Fachärzte ist immer wieder die Warnung vor Nierensteinen durch hohe Vitamin-D-Spiegel. Mit dieser Studie wurde das bereits im Jahr 2013 im schulmedizinischen Sinne eindeutig widerlegt:

interessante Studien & Literatur zu Vitamin-D (Auswahl)

auf PubMed finden Sie derzeit ca. 66200 Studien zu Vitamin D - der weit überwiegende Teil zeigt sehr positive Effekte einer Substitution in normale bis hohe Spiegelbereiche bei der Behandlung und der Verhütung der verschiedensten Erkrankungen.


Low Vitamin D Status and Suicide: A Case-Control Study of Active Duty Military Service Members
Aufgrund der Erkenntnis, daß niedrige Vitamin-D-Spiegel die Gehirnfunktion beeinträchtigen, wurden 2002 bis 2008 in den USA 495 Selbstmordfälle unter Militär-Mitarbeitern untersucht. Es zeigte sich, daß die Selbstmordopfer statistisch auffällig zu den Militär-Angehörigen mit den niedrigsten Vitamin-D-Spiegeln zählten. Die Autoren folgern, daß eine Erhöhung der Vit.D-Spiegel die Selbstmordrate senken könnte.

Die Auswertung zweier großer Kohortenstudien mit jeweils über 1100 Frauen (Lappe-Kohorte und Grassroots-Health-Kohorte) durch Wissenschaftler der University of California ergaben, daß Frauen mit Vitamin D-Werten von über 40 ng/ml ein 67 Prozent geringeres Risiko für Krebs aufwiesen als Frauen mit Werten von maximal 20 ng/ml.

(12)  Role of vitamin D in uterine fibroid biology., Brakta S1, Diamond JS1, Al-Hendy A1, Diamond MP1, Halder SK2.

(11)  Beeinflusst Vitamin D das Myomwachstum vonProf. Dr. med. Dr. phil. Dr.h.c.mult. Andreas Ebert und Prof. Dr. med. Matthias David in gynäkologie + geburtshilfe 2017;22 (1)


(10)  Effect of Vitamin D Levels on Intrapartum Epidural Consumption by Steven Ropers, M.D., Quy Tran, M.D., Andrew W. Geller, M.D., Amy Lamb, M.S.N., C.N.M., Ph.D., Calvin Hobel, M.D., Mark I. Zakowski, M.D. - Cedars-Sinai Medical Center, Los Angeles, California, United States


(9)  This study is noteworthy because it appears to be the first study to objectively show that Vitamin D deficiency has negative effects on sleep...

(8)  Profound Vitamin D Deficiency in a Diverse Group of Women during Pregnancy Living in a Sun-Rich Environment at Latitude 32◦N
Stuart A. Hamilton, Rebecca McNeil, Bruce W. Hollis, Deborah J. Davis, Joyce Winkler, Carolina Cook, Gloria Warner, Betty Bivens, Patrick McShane, and Carol L. Wagner
International Journal of Endocrinology Volume 2010, Article ID 917428, 10 pages doi:10.1155/2010/917428


(7)  There was an observed effect of vitamin D supplementation on glycemic control in vitamin D-replete, type 1 diabetes mellitus patients. Further studies are needed to determine if these findings are applicable.

[http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21060157]


(6)  Vitamin D significantly reduces dental caries: Dr Cannell’s take


(5)  Morbus Crohn: Studie bestätigt weniger Entzündung und bessere Lebensqualität bei einem Vitamin-D-Spiegl > 75nmol/l und noch bessern Effekten bei 100 nmol/l!

(4)  Unter Asthmapatienten ist das Risiko für einen Asthmaanfall bei Vitamin-D-Mangel um 25% erhöht.
[Confino-Cohen R et al., Vitamin D, asthma prevalence an asthma exacerbations: a large adult population-based study; Allergy. 2014 Dec;69(12):1673-80]

(3)  Vitamin D3 hat einen positiven Einfluss auf die Krankheitsaktivität bei Patienten mit Rheumatoider Arthritis.

(2)  Vitamin D unterstützt Gefäßneubildung bei Diabetes.

(1)  Eine 29-jährige Follow-Up-Studie der Universität Kopenhagen, die 2012 mit 10.170 Dänen durchgeführt wurde, zeigt, dass bei einem erniedrigten Vitamin D-Status ein um 81 % höheres Risiko besteht, an einer Herzerkrankung zu sterben!
[Brøndum-Jacobsen P1, Benn M, Jensen GB, Nordestgaard BG: 25-hydroxyvitamin-d-levels and risk of ischemic heart disease, myocardial infarction, and early death: population-based study and meta-analyses of 18 and 17 studies. Arterioscler. Thromb. Vasc. Biol. 2012 Nov; 32(11): 2794-802. doi: 10.1161/ATVBAHA.112.248039]

Eine der umfassendsten Sammlungen von Studien zum Vitamin D ist das englischsprachige VitaminD-Wiki.


letzte Aktualisierung: 20.05.2018
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Dr. Nicolai Schreck ist Experte für die Eingriffe Injektions-Lipolyse, Faltenbehandlung (Hyaluronsäure), Revitalisierung, kosmet. Akupunktur und biostimulative Laser auf dem Portal Estheticon.de.
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